Eine Nacht im Bergwerk

Freitag, 14. + Samstag, 15.09.2018; Versuchsstollen Hagerbach; Flums

1. Tag, 14.09.2018

Da auf unseren Earlybird-Tickets die Türöffnung noch mit 18:00 Uhr angegeben war, richtet sich unsere Planung danach. Wir hatten leider nicht mitbekommen, dass die Tore zum Stollen bereits um 17:00 geöffnet wurden und schon um 17:30 die erste Band auftreten sollte. Als wir dann aber vor dem Stollen standen, hörten wir, dass wohl eine Band im Stau stehen und sich daher das Programm kurzfristig ändern würde. Für den ersten Abend sah die Folge dann so aus:
Da wir Fiji komplett verpasst hatten, kann ich zu deren Musik leider nichts sagen. Ashcode, Me The Tiger und Merciful Nuns waren leider so laut, dass sogar ich freiwillig Gehörschutz getragen habe. Dadurch gingen leider dann auch einige Frequenzen der Musik verloren, was aber nicht bedeutet, dass die Musik ansich dadurch schlechter war. Covenant war dann von der Lautstärke her so gut, dass man sie wieder ohne Gehörschutz geniessen konnte. Suicide Commando war dann leider wieder zu laut, so dass der Gehörschutz wieder zum Einsatz kommen musste. Allerdings waren beide Bands von der Musik um einiges besser, als die Vorgänger.
Wie schon im Vorjahr gab es an beiden Tagen um 23:00 Uhr ein Sprengvorführung. Wir waren dieses Jahr nicht dabei, da wir sie ja schon im Vorjahr mit erlebt hatten.
Vermisst haben wir den Sektor Angst. Den hatte es in diesem Jahr auch gar nicht, sondern dafür eine Art Filmvorführung, die sich "The Cave" nannte. Mich erinnerte diese sehr an die 3Lux- und X-Mix-Projekte der Techno-Szene aus den 1990er Jahren.

2. Tag, 15.09.2018

Für den zweiten Tag standen dann folgende Bands auf dem Plan:
Da wir ja jetzt den aktuellsten Ablaufplan hatten und schon vor Ort waren, standen wir am Samstag pünktlich vor den Stollentoren und bekamen so auch den Auftritt von Autodafeh mit. Irgendwie erinnerte mich die Musik an eine Mischung aus Nitzer Ebb und ein Wenig Front 242. Das war ganz sicher auch ein Grund dafür, dass ich bei der Band meine Beine nicht still halten konnte. Ganz anders bei den folgenden Bands, bis auf Psyche. Bei Principe Valiente und Deine Lakeien kam es dann sogar zu technischen Problemen, so dass beide je ein Stück unterbrechen, bzw. von Vorne beginnen mussten. Deine Lakeien trat mit einem Akustik-Programm, bestehend nur aus Klavier und Gesang auf. Das war zwar nicht wirklich schlecht, aber vollkommen unerwartet. Deine Lakeien hatten zwar optisch das meiste Publikum, es stand im Fall ohne zu Tanzen dicht vor der Bühne. Bei allen anderen Bands war das Publikum zum Tanzen verteilter im Raum. Psyche spielte dann wieder Musik, zu der wir dann wieder das Tanzbein schwingen konnten, auch wenn uns diese Band bisher nichts sagte. In der Umbaupause gingen wir dann kurz nach draussen und hörten uns Kirlian Camera auf YouTube an, da uns bis auf Autodafeh und Psyche bisher nichts wirklich zusagte. Nach dem Anspielen einiger Stücke entschieden wir uns dann, Kirlian Camera nicht mehr anzusehen. Was wir gehört hatten, entsprach leider absolut nicht unserem Geschmack. Am nächsten Morgen erfuhren wir dann, dass wir wirklich nichts verpasst hatten.
Aber trotz der Pannen und teilweise nicht sonderlich geschickt gewählten Bandabfolge haben wir unser Hotel schon für das nächste Jahr gebucht.

Text © PhoenixAter 19.09.2018
Photos © VeneficaCanus und PhoenixAter 14. - 16.09.2018