Eine Nacht im Bergwerk

Samstag, 03.09.2016; Versuchsstollen Hagerbach (VSH)

Nachdem "Eine Nacht im Bergwerk" im 2010 nach den Ereignissen der Loveparade in Duisburg (NW-DE) abgesagt wurde und es so ausschaut, dass es sie nicht mehr geben würde, fand am letzten Samstag, den 03.09.2016 doch wieder "Eine Nacht im Bergwerk" statt. Und zur grössten Überraschung gab es am Eingang eine Karte, auf der man seinen Namen und seine eMail-Adresse eintragen konnte, damit man für "Eine Nacht im Bergwerk" 2017 ganz sicher eine persönliche Einladung bekommt.
Auf dem Programm standen:
Hapax
Mila Mar
Qntal
Diorama
In Strict Confidence
zwischen den Auftritten jeweils eine Lesung von Dirk Bernemann und parallel zum Ganzen "Sektor: Angst"

Da uns (VeneficaCanus und mir) Hapax und Mila Mar bisher nichts sagten und wir noch Bekannte von der "Sommerlichen Schlossromantik" getroffen hatten, Sassen wir mit diesen zusammen und hörten den beiden ersten Bands nur zu. Die erste Lesung von Dirk Bernemann war leider nicht so gelungen, da er sie nicht auf der Bühne gehalten hat, sondern mehr oder weniger neben dem "Restaurant"-Bereich gegenüber der Bar. Die folgenden Lesungen hielt er dann auf der Bühne und erreichte das Publikum so wesentlich besser. Pünktlich zum Auftritt von Qntal standen wir dann vor der Bühne, um das einmalige Klangerlebniss im Stollen in vollen Zügen geniessen zu können.

Als Diorama dann aufspielte füllte sich der Bereich vor der Bühne recht schnell und wurde zur Tanzfläche; denn die Stücke von Diorama waren durchweg sehr gut "tanzbar". Entsprechend gut war auch die Stimmung. Auch wenn ich "In Strict Confidence" bisher noch nie "live" erlebt hatte, war ich etwas enttäuscht. Nicht nur, dass die Band nicht vollzählig war, es wurden zudem nur Stücke gespielt, die schon recht betagt und schlecht bis gar nicht "tanzbar" waren. Aber offensichtlich ging es nicht nur mir so; denn die Tanzfläche wurde zunehmend leerer. Trotzdem aber mussten "In Strict Confidence" als einzige Band eine Zugabe spielen. Kurz nach den Bandauftritten verschwanden dann grob geschätzt die ersten 100 bis 150 von 500 Gästen. Trotzdem blieb der Partyfloor sehr gut gefüllt. Es wurde selbstverständlich im Laufe der Zeit immer leerer, aber das lag ganz sicher nicht an der Musik; denn die, die wie wir bis zum Schluss um 06:00 blieben, hielten sich fast nur auf der Tanzfläche auf. Gut, wir mussten schon kurz vor 06:00 gehen, um den ersten Bus nach Sargans zu erwischen.

Alles in Allem kann man sagen, dass es ein wirklich gelungenes Event war und sich der Preis von sFr. 99.00 für das Ticket wirklich gelohnt hat. Auch wenn das Event mit nur 500 Personen überschaubar war, war die Stimmung besser als an einem "Depeche Mode"-Konzert im Stade de Suisse oder Hallenstation.
Und auch an dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank an das Veranstalter-Team, welches dieses Event möglich gemacht hat, insbesondere, da nach der Absage im 2010 nicht damit zu rechnen war, dass es je wieder "Eine Nacht im Bergwerk" geben würde. Besser noch: im 2017 wird sie gleich über 2 Tage gehen. Und VeneficaCanus und ich werden in jedem Fall wieder dabei sein.

In der Galerie unter "Konzerte und Events" findet ihr noch weitere und vor Allem grössere Photos.

Text © PhoenixAter 05.09.2016
Photos und Videos © VeneficaCanus und PhoenixAter 03. + 04.09.2016